metasonix, 2006
Alexander Schimpf, Pianist
Bernd Glemser

"Vielleicht gibt es sie ja noch, die Tonkünstler jüngerer Generation, die ihr Publikum ihrem musikalischen Talent und nicht außermusikalischen, boulevardtauglichen Sensationen verdanken.
Alexander Schimpf (…) könnte einer dieser künftigen Helden eines reformbedürftigen Klassikbetriebs werden…"

(Süddeutsche Zeitung, November 2009)

„An diesem Abend zeigte Alexander Schimpf mit seiner packenden, furio­sen und auch nachdenklichen Inter­pretation (…), dass er inzwi­schen zu einem der großen deutschen Pianisten gehört...“
(Erlanger Nachrichten, März 2013)

In den vergangenen Jahren erregte der Pianist Alexander Schimpf durch eine eindrucksvolle Serie bedeutender Wettbewerbserfolge internationale Aufmerksamkeit, indem er 2008 zunächst den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs zugesprochen bekam (eine Auszeichnung, die zuvor 14 Jahre lang kein Pianist erhalten hatte), im folgenden Jahr den 1. Preis des Internationalen Beethoven-Wettbewerbes in Wien gewann und schließlich 2011 beim Internationalen Klavierwettbewerb in Cleveland/USA als erster deutscher Pianist in der Geschichte des Wettbewerbes mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. In der dortigen Finalrunde wurde er für seinen Auftritt mit dem Cleveland Orchestra in der Severance Hall mit Standing Ovations gefeiert und erhielt zusätzlich den „Audience Favorite Prize“. Seit diesen großen Erfolgen entfaltet sich seine Laufbahn auf internationaler Basis – so enthielt sein Konzertkalender Auftritte in den Konzerthäusern Wien und Berlin, in der Zankel Hall/Carnegie Hall in New York, im Marinskij-Konzertsaal St. Petersburg, in der Alten Oper Frankfurt sowie im Großen Saal der „Philharmonie am Gasteig“ in München.

Geboren in Göttingen, absolvierte Alexander Schimpf seine Studien bei Wolfgang Manz, Winfried Apel und Bernd Glemser und erhielt weitere Anregungen von Cécile Ousset und Janina Fialkowska.
Konzertauftritte führten ihn inzwischen durch ganz Deutschland sowie nach Frankreich (Auditorium du Louvre und Salle Cortot in Paris), Italien, Österreich, in die Schweiz, nach Polen, England, regelmäßig in die USA und mehrfach nach Südamerika. Als Solist wurde Schimpf u. a. vom Wiener Kammerorchester, dem Marinskij-Orchester St. Petersburg, den Dresdner Philharmonikern und den Prager Philharmonikern eingeladen – neben zahlreichen weiteren Symphonieorchestern in Deutschland und den USA. Höhepunkte seiner regelmäßigen Tätigkeit in den Vereinigten Staaten werden in der Spielzeit 2013-14 Konzerte in Boston, Las Vegas und Chicago sein. Als Kammermusiker arbeitete Alexander Schimpf u. a. mit dem Geiger Christian Tetzlaff, dem Bratscher Nils Mönkemeyer, dem Cellisten Julian Steckel und dem „American String Quartet“ zusammen.

Seine erste Solo-CD wurde 2009 im Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur und GENUIN produziert; im Januar 2013 erschien seine zweite CD mit Werken von Ravel, Skrjabin und Schubert bei seinem künftigen Exklusiv-Label OEHMS Classics (in Co-Produktion mit dem BR). Weiterhin wurde ein Live-Mitschnitt des 1. Klavierkonzertes von Franz Liszt mit den Lübecker Philharmonikern bei „Musicaphon“ auf SACD veröffentlicht.

Im Herbst 2013 wurde Alexander Schimpf in München mit dem „Bayerischen Kunstförderpreis“ ausgezeichnet.