metasonix, 2006
Eduardo Fernandez
Eduardo Fernandez

Eduardo Fernández wurde 1952 in Uruguay geboren und begann mit 7 Jahren, Gitarre zu spielen. Seine ersten Lehrer waren Abel Carlevaro, Guido Santórsola und Héctor Tosar. Nachdem er bei etlichen internationalen Wettbewerben Preise errungen hatte, darunter 1972 Porto Alegre (Brasilien) und 1975 Radio France (Paris), gewann er 1975 den Ersten Preis beim Andrés Segovia Wettbewerb in Mallorca (Spain). Sein Debüt in New York 1977 wurde von der Kritik hymnisch gelobt: "Ein Top-Gitarrist, ich habe wohl nie – auf welchem Instrument auch immer – ein eindrucksvolleres Debüt-Konzert erlebt". (Donald Hanahan, The New York Times). Seitdem kehrt Fernández jährlich in dei USA zurück und gibt dort Konzerte mit renommierten Orchestern und Solo-Recitals.

Sein Debüt in London (Wigmore Hall, 1983) machte ebenfalls grossen Eindruck. In der Folge spielte er in zahlreichen Aufnahmen (als Solist und mit dem English Chamber Orchestra sowie dem London Philharmonic Orchestra) ein Breites Programm von Bach bis zur zeitgenössischen Musik ein, darunter viele Weltersteinspielungen (z.B. Berios "Sequenza XI" und Ginasteras "Sonata").

Mit grossem Erfolg trat Fernández in fast allen westeuropäischen Ländern auf, ebenso wie im Fernen Osten (Japan, Taiwan, Korea, Hongkong und China) und in Südamerika. Heute ist er als einer der führenden Gitarristen anerkannt. Kritiker betonen seine "absolute Technik" und die "poetische Selbstverwirklichung" seines Spiels, sie beschreiben ihn als "gedankenvollen und Gedanken-ispirierenden Künstler", oder, wie 1999 in "Soundboard" angesichts seines Recitals beim jährlichen GFA Event in Charleston, SC, als "einen der grössten lebenden Gitarristen".

Eduardo Fernández hat ein lebhaftes Interesse an historischen Instrumenten und begann erst kürzlich, das Repertoire des 19. Jahrhunderts auf einer zeitgenössischen Gitarre zu spielen. Er ist auch als aktiver und enthusiastischer Lehrer bekannt und unterrichtete bereits mehrere Jahre am University Conservatory in Montevideo, sowie in Meisterklassen auf der ganzen Welt. Er schrieb sowohl ein umfangreiches Buch zur Gitarrentechnik (Technik, Mechanik und Didaktik, herausgegeben im Chanterelle Verlag, Heidelberg 2000) als auch zahlreiche Artikel in führenden Gitarrenpublikationen. Als aktiver Komponist war er zwei Jahre lang Geschäftsführer des ISCM in Uruguay. Ausserdem gründete er die CIM/UNESCO Abteilung in Uruguay und ist seit 1996 künstlerischer Leiter des zweijährlich stattfindenden Internationalen Gitarrenfestivals in Montevideo.