metasonix, 2006

Alexander Prior

Dirigent und Komponist

Alexander Prior

Alexander Prior – geboren im Oktober 1992 in London – ist gut für Sensationsgeschichten.

Sohn eines Englischen Farmers und einer kulturinteressierten Mutter aus Russland (jedoch nicht Musikerin), ist ihm seine geradezu atemberaubende Entwicklung und Laufbahn weder in die Wiege gelegt worden, noch war sie von aussen gefördert oder gewollt. Im Gegenteil!

Fast unmöglich erscheint es, in wenigen Worten einen jungen Künstler zu beschreiben, der als 18-jähriger die Uraufführung seiner Symphonie Nr.6 (!) dirigierte, dessen Ballett Mowgli seit 7 Jahren in Moskau gespielt wird, der als jüngster Student seit Sergej Prokoffiev die Dirigenten-Ausbildung in St. Petersburg absolvieren durfte; diese als 17-jähriger – mit Auszeichnung – abschloss.

Im März 2013 dirigierte Alexander Prior 5 Vorstellungen der Oper Carmen an der Königlichen Oper Kopenhagen, am 2. November folgt die Première der Traviata an der Oper Leipzig und im Frühjahr 2014 in München's Cuvillé-Theater die Première der Oper Mirandolina von Bohuslav Martinu in einer Produktion der Bayerischen Staatsoper.

Die beiden Konzerte am Festival Sommer in Lesmona im August 2013 stellten nicht nur die dritte Einladung durch die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen dar, sondern einen ganz besonders eindrücklichen Vertrauensbeweis: Eine Operngala und ein Symphoniekonzert für einen 20-jährigen Einspringer mit gerade mal 10 Tagen Vorbereitungszeit, sprich Partiturstudium.

Ebenfalls 2014 wird er erstmals in Canada, beim Edmonton Symphony Orchestra als auch im Wiener Konerthaus dirigieren.
Im Herbst ist ihm die musikalische Gesamtleitung des WDR-Musikwettbewerbes in Köln anvertraut, kurz darauf gefolgt von 3 Konzerte bei den Düsseldorfer Symphonikern. Auch sein Debut in Finnland ist für 2014 angesagt.

Alexander Prior bezeichnet sich voller Leidenschaft als "Nordischer Musiker", schreibt und spricht unterdessen Dänisch und Norwegisch, dirigiert sehr oft in Skandinavien und verfügt über einen enormen Fundus an Repertoire von Komponisten dieser Länder. Fast folgerichtig und mit gleicher Hingabe empfindet er eine Seelenverwandtschaft zu Komponisten des Deutschen Sprachraums, wie Bruckner und Wagner.

Ebenso intensiv verläuft seine Tätigkeit als Komponist:
Die Symphonie Nr. 4 "Gogol" für Gesangssolisten, Chor und Orchester - ein Auftragswerk der Kulturbehörde St. Petersburg – dirigierte er 2009 zum 200. Geburtstag des Dichters. "Horizons" für Solisten und Orchester wurde 2010 vom Royal Philharmonic Orchestra unter seiner Leitung in London uraufgeführt, sein Tripel-Konzert "That which must remain unspoken" beim Hong Kong City Chamber Orchestra (2011).

In Anerkennung seines Anliegen und karitativem Engagement, jungen Menschen den Zugang zu Kunst, Kultur und Ausbildung zu ermöglichen, wurden ihm in Russland – sowohl vom Staat, als auch vom Patriarchen - 2 bedeutende Orden verliehen.