metasonix, 2006
Cem Mansur
Cem Mansur

Die persönliche und künstlerische Biographie des Dirigenten könnte kosmopolitischer nicht sein:
Der englisch-türkische Doppelbürger kam in Istanbul, in einer multi-nationalen und vielsprachigen Familie zur Welt. In ihr fand er die frühe Prägung durch Musik und Kultur jeglicher Couleur.

Cem Mansur studierte Musik in London, machte sowohl einen Abschluss an der City University als auch an der Guildhall School of Music and Drama. Er gewann den "Ricordi-Preis" und studierte danach bei Leonard Bernstein in Los Angeles.

1981 bis 1989 folgte er der Berufung an die Staatsoper Istanbul.
1989 bis 1997 war Cem Manusr Principal Conductor des City of Oxford Orchestra.

Seinem erfolgreichen Debut beim English Chamber Orchestra 1985 folgten Einladungen an renommierte Opernhäuser und Orchester in den meisten Ländern Europas, nach Süd-Amerika und Süd-Afrika.
Seit 1998 ist er Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Akbank Chamber Orchestra. Zusätzlich leitet er in Istanbuls schönsten historischen Stätten ein inhaltlich äusserst ansprechendes Klassik-Festival.
Sein grosses Opernrepertoire verschafft ihm u.a. die regelmässige Einladung durch Valery Gergiev an die Kirov Oper.
2008 zum 150 Geburtstag des Komponisten - dirigierte er am Puccini-Festival in Torre del Lago dessen Oper Tosca. Es folgten weitere Produktionen.
Beim Holland Park Festival in London betreut der Dirigent seit 1997 einen Zyklus mit mehreren Opern, bei denen ihm als Klangkörper das Royal Philharmonic Orchestra zur Verfügung steht. ("Eugen Onegin", "Le Nozze di Figaro", "Cosi fan tutte" und "Don Giovanni").
Seine Neugierde lässt ihn auch immer wieder vergessene und verschollene Werke aufspüren. So dirigierte er in London die Erstaufführung von Edward Elgars unvollendeter Oper "The Spanish Lady" und am City of London Festival Jacques Offenbachs Oper "Whittington", welche im 19. Jahrh. in London ihre höchst erfolgreiche Première gefeiert hatte!

Im Frühjahr des Jahres 2009 hat Cem Mansur beim Helsinki Philharmonic Orchestra die europäische Uraufführung der 4. Symphonie von Arvo Pärt geleitet. Nach dieser vielbeachteten Aufführung vertraute ihm der Komponist - in Polen, Mai 2010 - die Welturaufführung seines Werkes "Veni Creator" für Chor und Orchester an.

Mit vielen bekannten Solisten verbindet ihn eine regelmässige Zusammenarbeit. Darunter sind zu nennen (in alphabetischer Reihenfolge):
Dmitri Alexeev, Sharon Bezaly, Barry Douglas, Evelyn Glennie, Bernd Glemser, Galina Gorchakova, Natalia Gutman, Håkan Hardenberger, Stephen Kovacevich, Christian Lindberg, Julian Lloyd-Webber, Moura Lympany, Midori, Murray Perahia, Mikhail Rudy, Janos Starker und Alexander Toradze.

Cem Mansur ist "President" der Ipswich Choral Society der zweitältesten Musik-Institution Englands und Chefdirigent der Nationalen Jugend-Philharmonie der Türkei, mit welcher er 2008 in Deutschland – u.a. in Dortmund (!) und dem Konzerthaus Berlin sehr erfolgreiche Konzerte gab.
Seither erfolgen jährliche Wiedereinladungen. 2011 stehen Leverkusen (BAYER), die Philharmonie Essen, Bad Wörishofen, die Brucknerfeste Linz und das Konzerthaus Wien im Tournee-Kalender dieses ausgezeichneten Klangkörpers von über 100 Mitwirkenden.