metasonix, 2006
Avalon Bläserquintett
Avalon Bläserquintett

Avalon, die mystische Insel der Druiden und Barden - mehr als nur ein imaginärer Ort aus der keltischen Mythologie? Nur durch besondere Konzentration erreichbar, bedeutet Avalon nicht nur Verbundenheit mit den Urkräften, Suche nach Wahrheit und Ursprung, sondern auch Ort der Ruhe und inneren Sammlung. Im übertragenen Sinn ist diese magische Stätte Synonym für musikalische Arbeit und Entwicklung.

Das AVALON-Bläserquintett, gegründet 1991, setzt sich aus Musikern führender Kulturorchester zusammen. Nachdem es bereits 1992 Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs wurde, hat es sich inzwischen als eines der herausragenden Bläserensembles profiliert. Mehrere Rundfunkproduktionen, zwei stark beachtete CD-Einspielungen mit Werken von Giulio Briccialdi, Giuseppe Cambini, Pavel Haas und Arnold Schönberg sowie die Anfang 2000 erschienene CD mit französischen Bläserquintetten dokumentieren das künstlerische Spektrum des AVALON-Bläserquintetts.

In der Kammermusik stellt das Holzbläserquintett sicherlich die Formation mit den höchsten Anforderungen an Klanghomogenität, Intonation und tonliche Flexibilität dar. Diese Besetzung erwies sich überdies als ebenso haltbar wie diejenige ihres kammermusikalischen Antipoden, des Streichquartetts. Eine Tatsache, die bei näherer Betrachtung nicht überrascht. Denn einerseits reizt die Herausforderung, die scheinbare Spröde des Klanges zu bezwingen; andererseits lässt die Artikulationsvielfalt der Instrumente auf nahezu konkurrenzlose Weise Satztechnik und Aufbau eines Werkes erkennen.

Die sehr vielseitigen und stilistisch unterschiedlichen Kompositionen für Bläserquintett bieten die Möglichkeit für ein weit gefächertes und abwechslungsreiches Repertoire. Neben den reichen und oftmals sehr guten Originalkompositionen dienten Bearbeitungen zu jeder Zeit der Musikgeschichte dazu, den Facettenreichtum eines Werkes durch eine Uminstrumentierung zu unterstreichen oder große Werke in einer verkleinerten Form einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

 

Kurzbiographien:

DANIEL LAMPERT, Flöte, geboren 1964 in Offenburg, studierte bereits sechzehnjährig an der Hochschule für Musik Karlsruhe als "Jungstudent "in der Klasse Gülsen Tatu. 1980 gewann er den 1. Preis im Wettbewerb "Musikpreis der Stadt Offenburg". 1983 erspielte er sich einen Bundespreis im Wettbewerb "Jugend musiziert" Nach dem Abitur setzte er seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Stuttgart fort. Hier zählten Prof. Klaus Schochow, Prof. Gülsen Tatu und Robert Dohn zu seinen Lehrern. Von 1989 bis 1994 war Daniel Lampert stellvertretender Soloflötist im Orchester der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Zur Zeit ist er in gleicher Position im Philharmonischen Orchester Freiburg tätig.

STEFAN SCHILLI, Oboe, geboren 1970 in Offenburg, studierte bei Diethelm Jonas an der Musikhochschule Trossingen und Prof. Thomas Indermühle in Karlsruhe. 1987 wurde er Bundespreisträger im Wettbewerb "Jugend musiziert". 1990 war er als Solo-Oboist im Orchester der Städtischen Bühnen Freiburg tätig. Seit 1991 ist Stefan Schilli 1. Solo-Oboist im Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Als Solist gewann er 1993 den "Deutschen Musikwettbewerb" und 1996 den "Internationalen ARD-Wettbewerb" sowie den "Wettbewerb Musikfestival Prager Frühling". Im Oktober desselben Jahres bekam er in Siegen den Brüder-Busch-Preis verliehen. Als Mitglied des "Xsemble München" setzt er sich intensiv mit zeitgenössischer Musik auseinander. Seit 1992 spielt Stefan Schilli regelmäßig CDs für NAXOS/Marco Polo und Primavera ein. Erschienen sind u.a. die Oboenkonzerte von A. Vivaldi.

STEFAN ZIMMER, Klarinette, geboren 1964 in Saarbrücken, studierte bei Dietrich Fritsche in Saarbrücken und Prof. H. Klaus an der Musikhochschule Detmold. Als Solist und im Kammermusikensemble wurde er mehrfach 1. Landes- und 1. Bundespreisträger beim Wettbewerb "Jugend musiziert" sowie 1. Preisträger beim "Detmolder Hochschulwettbewerb". Stefan Zimmer war Mitglied der "Jungen Deutschen Philharmonie". 1988 wurde er als stellvertretender Solo-Klarinettist an das Staatstheater Stuttgart verpflichtet. Seit 1989 wirkt er in gleicher Position im Rundfunk-Sinfonie-Orchester Saarbrücken.

CHRISTIAN LAMPERT, Horn, geboren 1967 in Offenburg war in den Jahren 1983, 1984 und 1985 Bundespreisträger im Wettbewerb "Jugend musiziert". Seine Lehrer waren Francesco Raselli, Mahir Cakar und Prof. Erich Penzel. Er war Mitglied im Bundesjugendorchester, der "Jungen Deutschen Philharmonie" und im "European Community Youth Orchestra". Christian Lampert, Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, war Preisträger beim "Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen" und 1988 Gewinner des "Tonger Wettbewerbes" der Musikhochschule Köln. Nach siebenjähriger Tätigkeit als Solo-Hornist im Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester wechselte Christian Lampert 1996 in die gleiche Position zum Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt. Ebenfalls 1996 wurde er erstmals als Solohornist in das Orchester der Bayreuther Festspiele berufen. Als Dozent unterrichtet Christian Lampert an der Musikhochschule Frankfurt.

BERNHARD STRAUB, Fagott, geboren 1964 in Offenburg, studierte an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Günter Pfitzenmaier und bei Prof. Sergio Azzolini in Stuttgart. 1983 gewann er einen Bundespreis im Wettbewerb "Jugend musiziert" und 1987 einen 1. Preis beim Fagottwettbewerb des "Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie". Bernhard Straub war Mitglied im Orchester des "Schleswig-Holstein-Musikfestivals" und Stipendiat der Stiftung "Villa Musica Mainz". Seit 1991 gehört Bernhard Straub dem Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt an.